
Friedensjournalismus: 10 Regeln |
Zum Inhalt Medienberichterstattung im Krieg |
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1. In jedem Krieg sollte der Journalist sich bemühen, seine Story von allen Seiten zu beleuchten. 2. Im Krieg sollten die Medien darauf drängen, Zugang zu Ereignissen, Menschen und Themen zu bekommen. 3. Um eine umfassende Berichterstattung zu gewährleisten, sollten Journalisten Eliten nicht übermäßig als Quellen nutzen, sondern bestrebt sein, verschiedene »Autoritäten« und »Experten« ausfindig zu machen. 4. Es wäre vernünftig, wenn die Medien in ihrer Kriegsberichterstattung eine Glorifizierung der Technologie vermeiden würden. 5. So inhuman es auch scheinen mag, die Medien sollten nicht darauf verzichten, auch drastisch-anschauliches Material (»blood-and-guts«-Stories) zu verwenden, nur weil einige so etwas als abstoßend empfinden. 6. Die Medien sollten sinnvolle und gut geschriebene Berichte über »normale Leute« anbieten. Denn damit können sie eine personalisierte Darstellung des Krieges präsentieren, die auch angebracht ist. 7. Die Medien können eine Vielzahl von Stories anbieten und das schließt Hintergrundberichte ausdrücklich ein. 8. Die Medien müssen sich bewusst sein, dass »Nachrichtenmacher« versuchen, sie zu manipulieren. 9. Es ist eine Gefahr, wenn Medien oder Journalisten selbst zur Nachricht werden. Das Problem liegt in der Ablenkung der öffentlichen Aufmerksamkeit von den wahren Problemen des Krieges. 10. Es ist wichtig, dass Nachrichtenmedien in ihrer Berichterstattung Friedensinitiativen thematisieren und fördern. Die Presse kann eine zentrale Rolle bei Konfliktlösungsversuchen spielen und friedliche Lösungen fördern. |
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