
Friedensjournalismus: Meinungen |
Zum Inhalt Medienberichterstattung im Krieg |
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Vor eingeschränkten Sichtweisen hüten Wenn Journalisten eine präventive Konfliktberichterstattung leisten sollen, so müssen sie sich nicht nur davor hüten, die eingeschränkte Sichtweise einer der Konfliktparteien zu übernehmen und weiterzutragen. Sie müssen auch Vorsicht gegenüber der gebräuchlichen journalistischen Praxis walten lassen, ihre Berichte und Kommentare dadurch zu dramatisieren, dass sie die Konflikte in ihrer Darstellung noch weiter zuspitzen, als es der tatsächlichen Eskalationslage entspricht. Selbst ganz normale demokratische Prozesse, denen keinerlei Regelverletzung zu Grunde liegt, werden für das Medienpublikum mitunter dadurch interessant gemacht, dass sie als ein erbitterter Kampf um unverzichtbare Rechte dargestellt werden. Eine solche Polarisierung von Konflikten behindert nicht nur eine konstruktive Konfliktlösung, sie ist auch ein ziemlich untaugliches Mittel zur Schaffung von Dramatik und Interesse. Nur allzu oft dient sie als Ersatz für Sachinformationen, die das Geschehen weit dramatischer und interessanter machen könnten, indem sie dem Publikum mitteilen, worum es in dem Konflikt geht, und nicht nur, wer welche Gemeinheit gegen wen (angeblich) begangen hat oder demnächst begehen wird. Um zur Prävention destruktiver Konfliktverläufe beitragen zu können, sollten Journalisten die folgenden Richtlinien beachten: Opferorientierte Berichterstattung Ich denke schon, dass man die Kriegsschrecken in Gestalt der Tötung und Verletzung und des Quälens von Menschen darstellen sollte, weil dies ja eine gewisse Schock-Betroffenheitswirkung erzeugen kann. Ich meine aber, es ist falsch, wenn man dabei stehen bliebe. Die opferorientierte Berichterstattung im Sinne von exzessiven Bildern sollte eingebettet sein in eine Hintergrundberichterstattung des Konfliktes, die auch die Entstehungsgeschichte eines Konfliktes zeigt, die Ursachen und die Einbeziehung von Teilen der Zivilbevölkerung in die Auseinandersetzung.
Stärkere Nutzung moderner Kommunikationsmittel Die derzeitige Kriegsberichterstattung wird den modernen technischen Möglichkeiten nicht gerecht. |
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