Methoden


Gruppenphasen
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Idealtypisch lassen sich als Gruppenphasen unterscheiden:

1. Ankommen, auftauen, sich orientieren

  • Suche nach Billigung und Annahme.
  • Schaffung eines Sicherheitsgefühls.
  • Suche nach Ordnung< und Struktur.
  • Hohe Erwartungen an die Leitungsfunktion.

2. "Gärung und Klärung"

  • Herausbildung einer sozialen Rangordnung.
  • Macht- und Positionskämpfe zwischen Gruppenmitgliedern und Untergruppen.
  • Anfragen an und Angriffe auf die Leitungsfunktion.
  • Zunahme kritischer Fragen.
  • Versuche, die Gruppe zu strukturieren.

3. "Arbeitslust und Produktivität"

  • Erkennen der Gemeinsamkeiten.
  • Anerkennung von Unterschieden als für die Gruppe nützlich.
  • Eigenverantwortliches Arbeiten.
  • Klima des gegenseitigen "Gebens" und "Nehmens".
  • Die Leiterin bzw. der Leiter kann sich stark zurücknehmen.
  • Phantasie, daß die Gruppe unbegrenzt weitergehe.

4. "Ausstieg und Transfer"

  • Auflösung wird als unangenehm und schmerzlich erlebt.
  • Z. T. Leugnen des Seminar-Endes.
  • Außeninteressen nehmen wieder zu.
  • Rückschau und Auswertung.
  • Die Leiterin bzw. der Leiter wird für die Strukturierung wieder wichtig.

Ziel muß es sein, mit der Gruppe in das Stadium der "Arbeitslust und Produktivität" zu gelangen. Damit die Gruppe dahin kommt, muß sie sich über Ziele verständigen und ein Klima von Vertrauen und Akzeptanz entwickeln.


© Günther Gugel: Praxis politischer Bildungsarbeit. Methoden und Arbeitshilfen. 5. Auflage, Tübingen 1999.



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